Georgien Trekking: Zwischen Steintürmen und dem Kaukasus
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Route
Ein mehrtägiges Trekking im Herzen des Kaukasus: zwischen endlosen Weiden und den Steindörfern von Swanetien – der wildesten (und vertikalsten) Region Georgiens. Hier scheint die Zeit vor ein paar Jahrhunderten stehen geblieben zu sein, als die Familien dort bis zu 25 Meter hohe Türme bauten, um sich vor Eindringlingen und Fehden zu schützen. Diese Türme stehen heute noch da und bewachen Dörfer, die direkt aus einem Märchen stammen könnten. Wir starten in Kutaissi und machen uns auf den Weg Richtung Mestia – der Enguri-Staudamm dient dabei als erster Vorgeschmack.
Dann heißt es: Wanderschuhe an! Vier Tage Trekking von Dorf zu Dorf, nur mit dem Tagesrucksack auf dem Rücken, während das restliche Gepäck schon am Etappenziel auf uns wartet. Wir übernachten in familiengeführten Unterkünften, futtern Khachapuri und stoßen mit georgischem Wein an. Unser Ziel ist Uschguli, das höchstgelegene bewohnte Dorf Europas (2.200 m) und UNESCO-Welterbe. Und der Berg Schchara (5.193 m, das Dach Georgiens) lugt dabei direkt aus den Wolken hervor. Wanderschuhe schon geschnürt?
Willkommen in Georgien!
1 Nacht: Kutaisi
Check-in und erstes Gruppendinner
An- und Abreise zum und vom Reiseziel sind nicht im Paket enthalten. Du kannst also selbst entscheiden, von welchem Ort, zu welcher Zeit und mit welchem Verkehrsmittel du anreisen möchtest. So hast du maximale Flexibilität. Dein Coordinator unterstützt dich gerne beim Transfer vom Flughafen zur ersten Unterkunft.
Weitere Informationen zum Treffpunkt findest du hier!
Check-in im Hotel in Kutaisi – hier treffen wir uns! Wir befinden uns in einer der ältesten Städte der Welt, die jahrhundertelang die Hauptstadt von Kolchis war: das Land von Jason und den Argonauten auf der Suche nach dem Goldenen Vlies.
Nachmittag zur freien Verfügung: Erste Erkundungstour durch die Stadt nach dem Flug oder direkt auf der Jagd nach lokalen Köstlichkeiten.
Heute Abend unser erstes gemeinsames Abendessen mit warmem Khachapuri und georgischem Wein, dann ab ins Bett: Ab morgen geht’s hoch in die Berge.
Auf nach Mestia, mitten ins Herz von Swanetien!
1 Nacht: Mestia
Die Enguri-Staumauer
Früh aus den Federn: Heute verbringen wir viel Zeit auf der Straße, und die georgischen Bergstraßen lassen es gerne gemütlich angehen.
Erster Stopp: die Enguri-Talsperre, die zweithöchste Bogentalsperre der Welt (271,5 m), die das Tal in zwei Hälften teilt. Allein dafür lohnt sich das frühe Aufstehen schon.
Danach folgen Serpentinen und immer enger werdende Täler, bis wir das Herz von Swanetien erreichen.
Mestia und die ersten Svan-Türme
Wir erreichen Mestia, die kleine Hauptstadt von Swanetien, wo die Steintürme zwischen den Dächern hervorlugen.
Freizeit, um den Ort und die lokale Küche zu erkunden.
Ein kleiner Tipp vorab: Hier nennt man das Khachapuri Kubdari – und es ist mit Fleisch gefüllt.
Wir übernachten in einer Guesthouse im Zentrum: Ab morgen wird dann richtig gewandert!
Los geht's! Trekking von Mestia nach Zhabeshi
1 Nacht: Zhabeshi
Es geht bergauf, mit Blick auf Tetnuldi und Ushba
Rucksack auf, los geht’s! Es geht immer weiter bergauf, bis dir die Puste ausgeht und sich der Wald lichtet.
Und dann plötzlich dieser Ausblick: Der Berg Tetnuldi dominiert die Szenerie und dahinter taucht die unverkennbare Silhouette des Ushba auf.
Pause zwischen grasenden Kühen und Pferden.
Die Türme von Zhamushi und Cholashi
Wir machen uns auf den Weg nach Zhamushi und Cholashi – Dörfer, in denen jeder Turm von Jahrhunderten abgewehrter Invasionen erzählt.
Ob Perser, Mongolen oder Osmanen: Die Swanen wussten sich zu wehren und haben sich genau hier verschanzt.
Wir folgen dem Fluss bis nach Zhabeshi, vorbei an Häusern, in denen noch Leben steckt, und solchen, die nur noch Ruinen sind.
Einfache Unterkünfte in einer Pension, um die lokale Gastfreundschaft hautnah zu erleben.
Etappe heute: 17,7 km · +770 m / −520 m · ca. 5-6 Stunden · maximale Höhe 1.940 m.
Von Zhabeshi nach Adishi, zwischen Weiden und Türmen
1 Nacht: Adishi
Zwischen Orchideen und weidenden Herden
Eine kürzere Etappe, aber nicht weniger schön: Heute gehört uns der Berg ganz allein.
Wir steigen an den Skiliften von Tetnuldi vorbei, durch Wiesen voller wilder Orchideen.
Die Stille wird nur von ein paar Kuhglocken unterbrochen: Auf diesem Pfad sind wir fast allein unterwegs.
Adishi, das Dorf, das die Zeit vergessen hat
Plötzlich taucht Adishi am Ende des Tals auf, mit seinen Svan-Türmen, die sich vom Grün abheben.
Fast jedes Haus ist eine Guesthouse, auch wenn manche noch die Zeichen der Zeit tragen.
Wir übernachten in einer davon: echte Gastfreundschaft und Gemeinschaftseinrichtungen.
Heutige Etappe: 10 km · +964 m / −534 m · ca. 4 Stunden · maximale Höhe 2.478 m.
Der Fluss, der Gletscher und die Pferde
1 Nacht: Iprali
Die Flussüberquerung hoch zu Ross und der Chkhunderi-Pass
Das ist der härteste Tag unseres Trekkings – und er beginnt direkt im Sattel.
An der Furt des Adishi-Flusses warten schon Pferde und ihre Besitzer auf uns: Die Strömung ist hier ziemlich stark, also ist der Ritt durchs Wasser die beste Art, um weiterzukommen.
Danach geht’s rauf zum Chkhunderi-Pass – durch Schlamm und vorbei an Mücken. Ein Aufstieg, den du in den Beinen und in der Lunge spüren wirst.
Der Adishi-Gletscher und der Abstieg nach Iprali
Oben angekommen, ist die Anstrengung sofort vergessen.
Vor uns der Adishi-Gletscher, eine Eiswand, die zwischen blauem Himmel und schneebedeckten Gipfeln hängt, soweit das Auge reicht.
Wir bleiben einen Moment, genießen die Aussicht und steigen dann ab nach Iprali, wo wir die Nacht verbringen.
Heutige Etappe: 17,1 km · +1.081 m / −1.216 m · ca. 6 Stunden · maximale Höhe 2.715 m.
Ushguli, das Dach Europas
1 Nacht: Ushguli
Die letzte Etappe zu Fuß
Der letzte Wandertag.
Der Weg folgt zunächst der Hauptstraße Richtung Ushguli, biegt dann aber auf einen reinen Fußweg ab – weit weg vom Lärm der Geländewagen.
Ushguli und der Berg Shkhara
Und dann, ganz plötzlich: Ushguli. Goldene Steintürme in einem saftig grünen Tal, mit dem Berg Schchara im Hintergrund.
Wir sind im höchstgelegenen bewohnten Dorf Europas, seit 1996 UNESCO-Welterbe – einer dieser Momente, die jede Anstrengung wert sind.
Am Nachmittag gibt es für alle, die Lust haben, einen optionalen Ausflug mit dem Geländewagen bis zum Fuß des Schchara-Gletschers.
Wir übernachten in einfachen, familiengeführten Cottages.
Heutige Etappe: 13 km · +691 m / −483 m · ca. 4-5 Stunden · maximale Höhe 2.169 m.
Abstieg vom Zagaro-Pass zurück ins Tal
1 Nacht: Kutaisi
Mit dem 4x4 über den Zagaro-Pass
Nach Tagen auf Wanderwegen sind wir heute auf vier Rädern unterwegs, denn die Straße verlangt es einfach.
Wir überqueren den Zagaro-Pass (2.620 m), die natürliche Verbindung zwischen Swanetien und der Region Ratscha.
Panoramen, die wir uns ohne einen einzigen Schritt verdienen, und dann abwärts in Richtung Kutaissi.
Kutaisi und der letzte Abend
Der letzte Nachmittag in der Stadt und der letzte Abend, den wir alle gemeinsam verbringen.
Ein Spaziergang zwischen dem Opernhaus, dem historischen Viertel, der Weißen Brücke und dem Bauernmarkt.
Ein Stopp im zentralen Garten bei der Statue der berühmten Sängerinnen Debi Ishkhneli.
Die letzte Nacht im Hotel – mit diesem seltsamen (aber schönen) Gefühl, endlich wieder im Flachland zu schlafen.
Nakhvamdis, Georgien!
1 Nacht: Kutaisi
Check-out und Abschied
Letztes gemeinsames Frühstück und Check-out. Wir fahren nach Hause – mit fitteren Beinen, ein paar Brocken Georgisch, die wir versehentlich aufgeschnappt haben, und der Gewissheit, eine Ecke Europas gesehen zu haben, die so gar nicht nach Europa aussah. Auf zum nächsten Abenteuer!
Was ist inbegriffen
2 Übernachtungen im Hotel in Kutaissi, im Zweibettzimmer mit Einzelbetten und eigenem Bad
5 Übernachtungen im Guesthouse in den Bergen, in Doppel-, Dreibett- oder Vierbettzimmern mit Gemeinschaftsbad
Alle Frühstücke
Lunchpakete von Tag 3 bis 6
Dinner im Guesthouse von Tag 3 bis 5
Transfer im Minivan mit Fahrer an Tag 2 und Tag 7
Professioneller englischsprachiger Guide von Tag 3 bis Tag 6
Gepäcktransport an allen Trekkingtagen direkt zur nächsten Unterkunft
Reisekranken- und Gepäckversicherung (Deckungssumme: Italien €10.000 - Europa €20.000 - Weltweit €30.000 - USA/Kanada €50.000)
Nicht inbegriffen
An- und Abreise zu und vom Reiseziel
Verpflegung, wenn nicht ausdrücklich angegeben
Alle Souvenirs, die du in deinem Rucksack unterbringen kannst :)
Alles, was nicht unter „Was ist inbegriffen" erwähnt wird
Tour-Kasse
Der Beitrag zur Tour-Kasse beträgt etwa 150 € und wird vor Ort an den Travel Coordinator gezahlt. Die Höhe der Tour-Kasse kann sich je nach Anzahl der Aktivitäten und Extras, welche die Gruppe unternimmt, ändern. Das restliche Geld wird den Teilnehmern am Ende der Reise zurückerstattet. Und keine Sorge, unsere Travel Coordinator versuchen immer zu verhandeln!
Eintrittsgelder für Sehenswürdigkeiten und historische Stätten, die wir besuchen, sowie eventuelle Trinkgelder
Optionaler Ausflug zum Shkhara-Gletscher mit dem 4x4 (Kosten pro Auto: 150 GEL, 5 Plätze pro Auto).
Tour-Kasse des Travel Coordinators
Die Aktivitäten und Extras, auf die sich alle Teilnehmer geeinigt haben, inklusive des Anteils für den Travel Coordinator. Die über die Tour-Kasse bezahlten Aktivitäten werden von lokalen Drittanbietern durchgeführt, für die deren jeweilige Bedingungen gelten. WeRoad ist hierbei nicht für die Organisation verantwortlich und übernimmt keine Haftung.
Weitere Informationen
- Unterkünfte
Die 2 Nächte in Kutaissi verbringst du in einem Hotel in Doppel- oder Dreibettzimmern mit Einzelbetten.
Die Nächte in den Guesthouses verbringst du in Doppel-, Drei- oder Vierbettzimmern. Die sanitären Anlagen werden eventuell gemeinschaftlich genutzt – auch von anderen Gästen der Unterkunft.
- Transport
Transport im Minivan mit Fahrer an Tag 2 und Tag 7
- Einreisebestimmungen
Für deine Einreise nach Georgien: Du benötigst einen Reisepass, der bei Einreise noch mindestens 6 Monate gültig ist. Ab dem 1. Januar 2026 ist für die Einreise nach Georgien zudem eine gültige Auslandskrankenversicherung Pflicht. Diese muss sowohl gesundheitliche Behandlungen als auch Unfälle abdecken und kann digital oder in Papierform vorgelegt werden – wichtig ist nur, dass sie auf Englisch oder Georgisch verfasst ist. Die Police kann von einer georgischen oder ausländischen Versicherungsgesellschaft (also auch einer deutschen) ausgestellt sein und muss eine Mindestdeckungssumme von 30.000 GEL aufweisen.
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