Route 66: kompletter Reiseführer für den Roadtrip durch die USA

Die Route 66 ist der legendäre USA-Roadtrip: Hier findest du Tipps zu Etappen, Kosten, Karte, Highlights und der besten Reiseplanung.

WeRoad Team by WeRoad Team
Veröffentlicht am: 08 Mai 2026
8 Lesezeit
Route 66 Symbol auf dem Asphalt einer Wustenstrasse

Kurz & knapp

  • Die Route 66 verbindet Chicago mit Santa Monica und führt durch acht US-Bundesstaaten. Sie wurde 1926 eröffnet, ist heute als historische Reiseroute erlebbar und feiert 2026 ihr 100-jähriges Jubiläum.
  • Für den kompletten Roadtrip sind mindestens 14 Tage, idealerweise 18 bis 21 Tage sinnvoll. So bleibt genug Zeit für historische Orte, Fotostopps, Museen, Diners und die typischen Sehenswürdigkeiten am Straßenrand, die den Mythos der Strecke ausmachen.
  • Die schönsten Abschnitte liegen für viele Reisende in Arizona und Kalifornien, doch auch Illinois, Oklahoma, Texas und New Mexico bieten wichtige Originalabschnitte, ikonische Stopps und viel nostalgisches Route-66-Flair.
  • Bei den Route 66 Kosten solltest du für zwei Personen bei einer Reise von 2 bis 3 Wochen grob mit 3.500 bis 6.500 Euro rechnen. Besonders relevant sind Flug, Mietwagen, Benzin, Motels und frühzeitige Buchungen im Jubiläumsjahr.
  • Für die Planung ist eine Kombination aus Route-66-Straßenkarte, Navi, Offline-Karten und Spezialguides ideal, da die historische Strecke nicht überall klar markiert ist. Wer nur der schnellsten Route folgt, verpasst oft die schönsten Originalteile.

Es gibt Straßen, auf denen man einfach nur von A nach B fährt. Und dann gibt es Straßen, auf denen man plötzlich das Gefühl hat, in einem Film zu sitzen, auch wenn man in Wahrheit nur nach dem nächsten Kaffee und einer funktionierenden Tankstelle sucht. Genau dieses Gefühl liefert die Route 66 wie kaum eine andere Strecke in den USA.

Die legendäre Straße steht für Freiheit, Weite, Neonlichter, kleine Diners, staubige Wüstenorte und jede Menge Geschichten am Straßenrand. Wer einen klassischen Amerikanischer Roadtrip Route 66 plant, bekommt nicht nur eine Strecke von Chicago bis Santa Monica, sondern eine Reise durch Geschichte, Popkultur und sehr viele Fotostopps, bei denen man garantiert sagt: „Komm, nur zwei Minuten.“ Spoiler: Es werden nie zwei Minuten.

Warum die Route 66 bis heute so berühmt ist

Die Route 66 ist berühmt, weil sie wie kaum eine andere Straße den amerikanischen Traum verkörpert. Sie verband seit 1926 Chicago mit der Westküste, wurde zur Lebensader für Migranten, Urlauber und Trucker und entwickelte sich zum Symbol für Aufbruch, Freiheit und Abenteuer.

Offiziell wurde die Straße 1926 eröffnet, und 2026 wird ihr 100-jähriges Jubiläum gefeiert. Das macht dieses Jahr besonders spannend für alle, die die „Mother Road“ endlich selbst erleben wollen. Auch wenn die Route seit 1985 nicht mehr als durchgehender US Highway existiert, sind große Teile als Historic Route 66 erhalten und weiterhin befahrbar.

Berühmt wurde sie außerdem durch Bücher, Musik und Film: John Steinbecks Früchte des Zorns, der Song Get Your Kicks on Route 66 und zahllose Roadmovies haben den Mythos weitergetragen. Kurz gesagt: Die Route 66 ist nicht einfach eine Straße, sie ist eine Bühne. Und du bist dort gleichzeitig Fahrer, Regisseur und Statist mit Sonnenbrille.

Wo beginnt und wo endet die Route 66?

Die klassische Route 66 beginnt in Chicago, Illinois, und endet in Santa Monica, Kalifornien. Dazwischen liegen acht Bundesstaaten, mehrere Klimazonen und genug Retro-Motels, um jedes Nostalgie-Herz glücklich zu machen.

Die historischen Staaten entlang der Strecke sind:

  • Illinois
  • Missouri
  • Kansas
  • Oklahoma
  • Texas
  • New Mexico
  • Arizona
  • Kalifornien

Der berühmte Startpunkt in Chicago liegt nahe der Kreuzung Adams Street und Michigan Avenue. Das Ziel in Santa Monica ist heute vor allem durch das bekannte End-of-the-Trail-Schild am Pier berühmt. Es ist touristisch, ja. Es ist voll, ja. Und trotzdem willst du dort ein Foto. Alle wollen dieses Foto. Es ist praktisch ein Naturgesetz.

Eingang von Santa Monica mit Menschen und Autos nahe dem Pier

Wie lange braucht man für die ganze Route 66?

Für die komplette Route 66 solltest du mindestens 14 Tage einplanen, besser 18 bis 21 Tage. So hast du genug Zeit für Stopps, kleine Umwege und Sehenswürdigkeiten, ohne jeden Tag nur im Auto zu sitzen.

Rein theoretisch lässt sich die Strecke schneller fahren. Praktisch wäre das ungefähr so romantisch wie ein Salat in einem Donut-Laden. Die historische Route lebt von den Zwischenstopps: alten Tankstellen, kleinen Museen, kurvigen Originalabschnitten und den berühmten Route 66 Sehenswürdigkeiten am Straßenrand.

Empfohlene Reisedauer

Die ideale Reisedauer hängt davon ab, ob du nur fahren oder wirklich erleben willst. Für die meisten Reisenden ist ein Mix aus Fahrzeit, Sightseeing und Pausen am angenehmsten.

  1. 10–12 Tage: nur mit straffem Tempo und wenigen Stopps
  2. 14–16 Tage: guter Kompromiss für Erstbesucher
  3. 18–21 Tage: ideal für einen entspannten Roadtrip

Wenn du gern fotografierst, gern in Diners versackst oder bei jedem Vintage-Schild anhältst, rechne lieber großzügig. Die Route 66 ist nämlich Meisterin darin, deine Tagesplanung freundlich auszulachen.

Die beste Strecke und die schönsten Abschnitte

Die schönste Strecke der Route 66 liegt für viele Reisende im Westen der USA, besonders in Arizona und Kalifornien. Dort treffen Wüstenlandschaften, Ghost Towns, alte Motels und spektakuläre Originalabschnitte besonders eindrucksvoll aufeinander.

Trotzdem lohnt sich die Route von Anfang bis Ende, denn jeder Staat hat seinen eigenen Charakter. Illinois und Missouri liefern den historischen Einstieg, Oklahoma punktet mit vielen erhaltenen Originalabschnitten, Texas mit dem legendären Midpoint, und Arizona mit dem wohl ikonischsten Retro-Flair.

Bundesstaat Charakter Highlights
Illinois Historischer Auftakt Chicago, Pontiac, Springfield
Missouri Hügel, Brücken, Kleinstädte St. Louis, Devil’s Elbow, Cuba
Oklahoma Viele Originalabschnitte Tulsa, Arcadia, Blue Whale of Catoosa
Texas Weite Ebenen und Kultstopps Amarillo, Cadillac Ranch, Adrian
New Mexico Wüste und Südwest-Flair Tucumcari, Albuquerque, Gallup
Arizona Klassische Route-66-Atmosphäre Seligman, Kingman, Oatman, Winslow
Kalifornien Wüste bis Pazifik Amboy, Barstow, Santa Monica

Route 66 Sehenswürdigkeiten am Straßenrand

Entlang der Route 66 liegen unzählige Attraktionen, die den Roadtrip besonders machen. Dazu gehören Neon-Schilder, skurrile Skulpturen, historische Tankstellen, Motels, Diners und kleine Orte, die ohne diese Straße vermutlich längst in den Tiefschlaf gefallen wären.

Zu den bekanntesten Stopps gehören:

  • Begin Route 66 Sign in Chicago
  • Chain of Rocks Bridge bei St. Louis
  • Blue Whale of Catoosa in Oklahoma
  • Arcadia Round Barn in Oklahoma
  • U-Drop Inn in Shamrock, Texas
  • Cadillac Ranch in Amarillo
  • Midpoint Café in Adrian, Texas
  • Wigwam Motel in Holbrook, Arizona
  • Seligman als Symbol der Route-66-Rettung
  • Oatman mit seinen freilaufenden Eseln
  • Roy’s Motel & Café in Amboy
  • Santa Monica Pier als finales Ziel

Das Schöne an diesen Stopps ist nicht nur ihr Kultstatus, sondern ihre Mischung aus Charme und leichter Absurdität. Wo sonst freut man sich ernsthaft über einen blauen Wal aus Beton, einen Haufen halb vergrabener Cadillacs und einen Ort, in dem Esel gefühlt mehr Wegerecht haben als Autos?

Arizona, Wustenpfad mit Kakteen und Wolken bei Sonnenuntergang

Route 66 Straßenkarte und Navigation

Eine gute Route 66 Straßenkarte ist für die Planung sehr hilfreich, weil die historische Strecke nicht überall eindeutig ausgeschildert ist. Viele Abschnitte verlaufen parallel zu Interstates, andere sind nur lokal markiert oder wurden im Laufe der Jahre verändert.

Am besten kombinierst du mehrere Hilfsmittel:

  • Google Maps für die Tagesnavigation
  • Offline-Karten für abgelegene Wüstenabschnitte
  • Spezialisierte Route-66-Guides für Originaltrassen und Insiderstopps
  • Historic Route 66 Beschilderung vor Ort

Wichtig ist: Wer nur dem Navi folgt, landet oft auf der schnellsten Strecke statt auf der schönsten. Und die schnellste Strecke ist bei der Route 66 ungefähr so sinnvoll wie ein Besuch in Las Vegas ohne einmal „nur mal kurz“ an einem Slot zu ziehen.

Was kostet ein Route-66-Roadtrip?

Die Route 66 Kosten hängen stark von Reisezeit, Fahrzeugtyp, Komfortanspruch und Dauer ab. Für zwei Personen solltest du für 2 bis 3 Wochen in der Regel mit etwa 3.500 bis 6.500 Euro ohne Luxus rechnen.

Die größten Kostenpunkte sind Flug, Mietwagen, Benzin, Unterkünfte und Verpflegung. Gerade 2026 kann das Jubiläumsjahr in beliebten Orten für höhere Preise sorgen, daher lohnt sich frühes Buchen.

Typische Kosten im Überblick

Eine grobe Kalkulation hilft dir, den Trip realistisch zu planen. Vor allem bei Einwegmieten und Hotelpreisen gibt es starke Unterschiede.

Kostenpunkt Ca. Preis für 2 Personen
Flüge nach/von USA 900–1.800 €
Mietwagen 900–1.800 €
Benzin 350–700 €
Unterkünfte 1.200–2.500 €
Essen & Diners 600–1.200 €
Eintritte & Extras 200–500 €

Sparen kannst du mit Motels, früher Buchung und einer guten Etappenplanung. Aber ganz ehrlich: Wenn du einmal vor einem blinkenden Retro-Motel mit Neonreklame stehst, wird dein innerer Sparfuchs kurz Urlaub machen.

Vintage Auto im Route 66 Stil neben einem alten Schild

Praktische Tipps für die Reiseplanung

Eine gute Planung macht den Roadtrip entspannter, ohne den Abenteuerfaktor zu zerstören. Wichtig sind Reisezeit, Fahrzeugwahl, Übernachtungen und realistische Tagesetappen, damit du nicht nur fährst, sondern die Strecke wirklich genießen kannst.

  • Beste Reisezeit: Frühjahr und Herbst sind ideal, da Sommer in Wüstenregionen extrem heiß werden kann.
  • Fahrzeug: Mittelklasse reicht meist aus, ein SUV ist für Komfort auf längeren Etappen angenehm.
  • Unterkünfte: Beliebte Kult-Motels früh buchen, vor allem 2026.
  • Tagespensum: 200 bis 350 km pro Tag sind für entspanntes Reisen sinnvoll.
  • Tanken: In abgelegenen Abschnitten nie zu spät tanken.
  • Zeitpuffer: Kleine Umwege und spontane Stopps fest einplanen.

Und noch ein goldener Tipp: Nimm eine Playlist mit. Irgendwann zwischen Oklahoma und Arizona kommt der Moment, in dem du den Route-66-Song entweder komplett fühlst oder aus Versehen selbst zum Background-Gesang der Wüste wirst.

Fazit: Lohnt sich die Route 66 noch?

Die Route 66 lohnt sich heute mehr denn je, wenn du nicht einfach nur ein Ziel erreichen, sondern unterwegs etwas erleben willst. Sie ist keine perfekte Straße, sondern eine Reise voller Geschichte, kleiner Überraschungen und großer amerikanischer Bilder.

Gerade im Jubiläumsjahr 2026 ist die Route 66 ein besonderes Reiseziel. Sie verbindet Metropolen, Wüste, Kleinstädte und Popkultur auf eine Weise, die kaum eine andere Route schafft. Wer den Mythos sucht, wird ihn finden. Wer nur schnell ans Meer will, sollte lieber fliegen.

Wenn du die USA nicht allein bereisen möchtest, wirf auch einen Blick auf die Gruppenreisen von WeRoad zur Route 66 und erlebe den Roadtrip gemeinsam mit anderen Abenteuerlustigen.

FAQ

Ist die Route 66 heute noch komplett befahrbar?

Nein, nicht als durchgehender offizieller Highway. Viele Abschnitte sind jedoch als Historic Route 66 erhalten und lassen sich sehr gut als Roadtrip fahren.

In welche Richtung sollte man die Route 66 fahren?

Die klassische Richtung ist von Chicago nach Santa Monica. So folgt man der historischen Westwärts-Bewegung und erlebt das Gefühl, Schritt für Schritt auf den Pazifik zuzufahren.

Welche Fahrzeuge eignen sich für die Route 66?

Ein normaler Mietwagen reicht völlig aus. Wer mehr Komfort möchte, wählt ein SUV. Wichtig sind eher Zuverlässigkeit, guter Kofferraum und Klimaanlage als pure Größe.

Ist die Route 66 auch für Erstbesucher der USA geeignet?

Ja, absolut. Die Strecke ist ideal für alle, die die USA intensiv erleben möchten. Mit guter Planung ist sie auch für Roadtrip-Neulinge sehr gut machbar.

Wann ist die beste Reisezeit für die Route 66?

Am angenehmsten sind Frühjahr und Herbst. Im Sommer kann es vor allem in Arizona, New Mexico und Kalifornien sehr heiß werden.

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