Kurz & knapp
- Shanghai vereint Extreme: historische Gärten, Tempel und koloniale Fassaden treffen auf einige der spektakulärsten Skylines Asiens. Besonders prägend sind der Bund, Pudong und der Kontrast zwischen Alt und Neu.
- Zu den wichtigsten Highlights zählen Yu-Garten, Nanjing Road, French Concession, Tianzifang, Jing’an Temple und der Jadebuddha-Tempel. Sie decken Kultur, Architektur, Shopping und Stadtatmosphäre gleichermaßen ab.
- Zwei bis drei Tage reichen für die bekanntesten Sehenswürdigkeiten, während vier Tage mehr Raum für Museen, Food-Spots und einen Ausflug nach Zhujiajiao schaffen. Wer effizient plant, kann die Stadt sehr gut nach Vierteln entdecken.
- Shanghai ist nicht zwangsläufig teuer: Metro, einfache Restaurants und viele alltägliche Ausgaben sind moderat, während zentrale Hotels, Aussichtstürme und Rooftop-Bars stärker ins Budget gehen können.
- Wer Shanghai wirklich erleben möchte, sollte nicht nur Sehenswürdigkeiten abhaken, sondern Skyline, Tempelruhe, Gartenkunst, kreative Viertel und lokale Küche bewusst kombinieren. Genau daraus entsteht das besondere Gefühl dieser Stadt.
Shanghai ist eine Stadt, die sich nicht auf den ersten Blick erfassen lässt. Mal wirkt sie wie ein Science-Fiction-Film aus Glas und Neon, mal wie ein stilles Postkartenmotiv mit Teehaus, Tempeldächern und friedlichen Koiteichen. Genau diese Gegensätze machen die Sehenswürdigkeiten in Shanghai so faszinierend: Futuristische Aussichtspunkte, historische Gärten, kreative Viertel und koloniale Fassaden liegen hier oft nur eine Metrofahrt voneinander entfernt.
Wer zum ersten Mal in die chinesische Megametropole reist, merkt schnell: Shanghai hat kein einzelnes Zentrum, sondern viele kleine Bühnen. Mal spielt die Stadt elegant am Bund, mal wuselig in der Altstadt, mal ziemlich cool in der French Concession. Und ja, man wird sich zwangsläufig den Nacken verrenken, weil ständig irgendwo noch ein höheres Gebäude auftaucht.
Welche Sehenswürdigkeiten gibt es in Shanghai?
Shanghai bietet eine ungewöhnlich große Bandbreite an Sehenswürdigkeiten. Zu den wichtigsten zählen der Bund, das Hochhausviertel Pudong, der Yu-Garten, die Nanjing Road, die French Concession, Tempel wie Jing’an Temple oder der Jadebuddha-Tempel sowie Ausflugsziele wie Zhujiajiao.
Die eigentliche Kunst liegt nicht darin, irgendwelche Highlights zu finden, sondern die richtigen für den eigenen Stil. Bist du Team Skyline, Team Streetfood, Team historische Gassen oder Team „ich will alles, aber bitte mit Kaffeepause“? Sehr gut: Shanghai kann das alles.
Die wichtigsten Shanghai Sehenswürdigkeiten auf einen Blick

Für einen ersten Überblick helfen die bekanntesten Orte besonders gut. Sie zeigen die Kontraste der Stadt und lassen sich mit guter Planung in zwei bis vier Tagen sinnvoll kombinieren. Dabei lohnt es sich, moderne und traditionelle Stationen bewusst zu mischen, um Shanghai wirklich zu verstehen.
| Sehenswürdigkeit | Warum hin? | Ideal für |
|---|---|---|
| Der Bund | Berühmteste Promenade mit Skyline-Blick | Erstbesuch, Fotos, Abendspaziergang |
| Pudong | Futuristische Hochhäuser und Observation Decks | Architektur, Panorama, Nachtansichten |
| Yu-Garten | Klassische chinesische Gartenkunst | Kultur, Ruhe, traditionelle Architektur |
| Nanjing Road | Einkaufsstraße mit Großstadt-Feeling | Shopping, Lichter, Stadtleben |
| French Concession | Charmante Alleen, Cafés, Boutiquen | Flanieren, Food, entspannte Atmosphäre |
| Tianzifang | Kreativviertel mit Gassen und kleinen Läden | Souvenirs, Cafés, Streetstyle |
| Zhujiajiao | Historische Wasserstadt vor den Toren Shanghais | Tagesausflug, Tradition, Fotospots |
Der Bund und die Skyline von Pudong
Der Bund ist die ikonischste Uferpromenade Shanghais. Von hier zeigt sich die Stadt in ihrer berühmtesten Perspektive: historische Gebäude auf der einen Seite, futuristische Türme auf der anderen. Besonders bei Sonnenuntergang oder nach Einbruch der Dunkelheit ist die Atmosphäre eindrucksvoll.
Wenn man nur ein einziges Bild aus Shanghai mit nach Hause nimmt, dann wahrscheinlich dieses: vorne Kolonialarchitektur, dahinter der Huangpu-Fluss und gegenüber die glitzernde Zukunft. Der Bund ist kein Geheimtipp, aber genau deshalb ein Muss. Früh morgens ist es entspannter, abends wird daraus ein regelrechtes Stadtkino unter freiem Himmel.
Pudong mit Shanghai Tower, Jin Mao Tower und Oriental Pearl
Pudong ist das moderne Gegenstück zum historischen Bund. Das Viertel steht für Hochhäuser, Finanzwelt und einige der spektakulärsten Aussichtspunkte Asiens. Wer Shanghai von oben sehen möchte, ist hier genau richtig und sollte mindestens einen Turm einplanen.
Der Shanghai Tower ist mit über 630 Metern das höchste Gebäude Chinas und die erste Wahl für ein Panorama mit Wow-Effekt. Der Jin Mao Tower punktet mit eleganter Architektur und einem etwas klassischeren Blick auf die Nachbarwolkenkratzer. Der Oriental Pearl Tower wiederum ist das vielleicht fotogenste Wahrzeichen der Stadt – leicht verspielt, ziemlich unverwechselbar und null schüchtern.
- Beste Zeit: später Nachmittag bis Abend
- Tipp: Tickets online vorab buchen, um Wartezeiten zu reduzieren
- Fotomoment: Blick vom Bund auf Pudong und umgekehrt
Yu-Garten und Altstadt

Der Yu-Garten ist die bekannteste klassische Gartenanlage Shanghais und ein starker Kontrast zur modernen Skyline. Pavillons, Teiche, Brücken und kunstvolle Steinarrangements schaffen eine traditionsreiche Atmosphäre mitten in der Großstadt.
Im Garten selbst wird es plötzlich leiser, selbst wenn außerhalb das volle Shanghai-Programm läuft. Draußen in der Altstadt geht es dagegen lebhaft zu: Teehäuser, Souvenirläden, Snacks, Menschenmengen und dieser angenehme Reisechaos-Mix, bei dem man nie genau weiß, ob man gerade einen authentischen Winkel oder die nächste Teepackung gekauft hat.
Die Gegend rund um den Garten eignet sich gut, um traditionelle Architektur zu erleben. Besonders schön ist ein Besuch am Vormittag unter der Woche, wenn die Wege etwas weniger voll sind. Rundherum laden Gassen und kleine Essensstände zum Weiterziehen ein.
Tempel in Shanghai: Ruheinseln zwischen Hochhäusern
Shanghais Tempel ergänzen die modernen Sehenswürdigkeiten um eine spirituelle und historische Ebene. Sie bieten eine ruhigere Perspektive auf die Stadt und zeigen, dass Shanghai nicht nur aus Glasfassaden und Shoppingmeilen besteht.
Jing’an Temple
Der Jing’an Temple gehört zu den bekanntesten Tempeln der Stadt. Er liegt zentral, ist gut erreichbar und beeindruckt durch seine goldene Erscheinung sowie den Kontrast zu den umgebenden Hochhäusern.
Genau dieser Kontrast macht den Ort so besonders: draußen Luxusläden und Verkehr, drinnen Räucherduft, Gebete und eine fast feierliche Stille. Ein Tempelbesuch in Shanghai fühlt sich manchmal an, als hätte jemand mitten in die Großstadt einen Ruhe-Knopf eingebaut.
Jadebuddha-Tempel
Der Jadebuddha-Tempel ist vor allem für seine wertvollen Buddha-Statuen aus weißer Jade bekannt. Er ist etwas weniger spektakulär inszeniert als andere Highlights, dafür atmosphärisch und kulturell besonders lohnend.
Wer sich für religiöse Orte interessiert, sollte hier nicht nur schnell ein Foto machen und wieder verschwinden. Gerade am Morgen wirkt der Tempel sehr authentisch. Schultern und Knie sollten bedeckt sein, und ein ruhiger Umgangston ist selbstverständlich.
Nanjing Road und People’s Square
Die Nanjing Road ist Shanghais berühmteste Einkaufsstraße und verbindet urbanes Tempo mit klassischem Großstadtgefühl. Gemeinsam mit dem People’s Square bildet sie einen zentralen Ausgangspunkt für viele Besichtigungen.
Hier blinkt, rollt, leuchtet und läuft alles gleichzeitig. Wer Lust auf Shopping hat, ist richtig. Wer keine Lust auf Shopping hat, landet trotzdem hier und schaut Leuten, Leuchtreklamen und Straßenkulissen beim Großstadtsein zu. Vor allem am Abend entwickelt die Straße ihren ganz eigenen Theatercharakter.
- Ideal für einen Spaziergang am frühen Abend
- Praktisch kombinierbar mit dem Bund
- Gut geeignet für Restaurants, Malls und kurze Pausen
Am People’s Square liegen zudem wichtige Museen und große Freiflächen. Dadurch eignet sich das Areal gut, wenn du Kultur und Stadtleben in kurzer Zeit verbinden möchtest.
French Concession und Tianzifang
Die ehemalige French Concession ist eines der atmosphärischsten Viertel Shanghais. Breite, von Bäumen gesäumte Straßen, historische Villen, Boutiquen und Cafés sorgen für einen entspannteren Rhythmus als in den Geschäftsvierteln der Stadt.
Wenn Shanghai mal kurz nicht wie Shanghai aussehen soll, dann hier. Zwischen Platanen, Backsteinfassaden und schicken Cafés wirkt vieles fast europäisch, nur eben mit chinesischem Alltag dazwischen. Perfekt zum Bummeln, Kaffee trinken und so tun, als hätte man den perfekten Reiseplan – obwohl man eigentlich nur der nächsten hübschen Straße folgt.
Tianzifang als kreatives Gassenviertel
Tianzifang gehört zu den beliebtesten Ecken innerhalb dieses kulturellen Stadtgefühls. Das Viertel ist bekannt für enge Gassen, kleine Läden, Galerien, Designshops und viele Möglichkeiten für eine genussvolle Pause.
Es ist touristisch, ja. Aber auch charmant, lebendig und sehr angenehm zum Treibenlassen. Wer kleine Mitbringsel sucht, wird hier schnell fündig. Wer keine Mitbringsel sucht, kommt meistens trotzdem mit irgendetwas nach Hause zurück, das plötzlich „unbedingt mitmusste“.
Was muss man in Shanghai gemacht haben?
Zu den wichtigsten Erlebnissen in Shanghai gehören ein Spaziergang am Bund, ein Blick von einem Wolkenkratzer in Pudong, ein Besuch im Yu-Garten, das Flanieren durch die French Concession und das Probieren lokaler Spezialitäten. So entsteht ein ausgewogener Eindruck zwischen Tradition und Moderne.
- Am Bund die Skyline bei Nacht sehen
- Mit der Metro oder zu Fuß Pudong erkunden
- Im Yu-Garten klassische Gartenarchitektur erleben
- Durch die French Concession und Tianzifang schlendern
- Dumplings, Nudelgerichte oder Streetfood probieren
- Einen Tempel besuchen, etwa Jing’an Temple oder den Jadebuddha-Tempel
Wenn noch Zeit bleibt, lohnt sich zusätzlich eine Huangpu-Bootsfahrt oder ein Tagesausflug nach Zhujiajiao. Das ist dann der Moment, in dem Shanghai zeigt, dass es nicht nur laut, hoch und hell kann, sondern auch ruhig, traditionell und ziemlich fotogen.
Wie viele Tage braucht man in Shanghai?
Für die wichtigsten Highlights reichen in der Regel zwei bis drei volle Tage. Wer neben den Klassikern auch Museen, Food-Spots, ein Ausflugsziel oder entspannte Viertelbesuche einplanen möchte, sollte eher vier Tage einrechnen.
Als grobe Orientierung hilft diese Einteilung:
- 2 Tage: Bund, Pudong, Yu-Garten, Nanjing Road, French Concession
- 3 Tage: plus Tempel, Tianzifang, Museum oder Rooftop-Bar
- 4 Tage: plus Ausflug nach Zhujiajiao oder ein entspannteres Tempo
Wer nur auf der Durchreise ist, kann in 24 Stunden immerhin die Skyline, den Bund und eine traditionelle Ecke mitnehmen. Aber ehrlich: Shanghai ist keine Stadt für Hektik. Sie belohnt alle, die nicht nur abhaken, sondern zwischendurch auch einfach mal schauen, sitzen und staunen.
Ist Shanghai teuer für Touristen?

Shanghai ist für chinesische Verhältnisse eher teuer, im internationalen Vergleich aber meist moderat. Unterkünfte in guter Lage können kostspielig sein, während Metro, einfache Restaurants und viele alltägliche Ausgaben oft überraschend erschwinglich bleiben.
Besonders günstig sind:
- Metrofahrten und öffentlicher Verkehr
- Lokale Restaurants und Streetfood
- Eintritte zu manchen Gärten, Tempeln und Museen
Teurer werden eher:
- Hotels in zentraler Lage
- Aussichtsplattformen in den berühmten Türmen
- Rooftop-Bars und internationale Restaurants
Unterm Strich ist Shanghai also nicht billig, aber auch nicht automatisch ein Luxustrip. Man kann die Stadt sehr gut mit gemischtem Budget erleben: morgens Tempel, mittags Dumplings, nachmittags Skyline, abends vielleicht ein Drink mit Aussicht. Klingt gefährlich nach einem sehr guten Plan.
Tagesausflug nach Zhujiajiao
Zhujiajiao ist eines der beliebtesten Ausflugsziele von Shanghai aus. Die historische Wasserstadt bietet Kanäle, Steinbrücken, alte Gassen und ein deutlich langsameres Tempo als die Megametropole selbst. Für einen halben oder ganzen Tag ist sie eine lohnende Ergänzung.
Wenn dir nach zwei Tagen Wolkenkratzer die Sehnsucht nach etwas mehr Tradition kommt, ist Zhujiajiao ideal. Das Dorf wird gern als „Wasserdorf bei Shanghai“ beschrieben – und ja, das ist touristisch, aber eben auch hübsch. Sehr hübsch. Mit Brücken, Booten und dem Gefühl, kurz in ein anderes Jahrhundert abzubiegen.
Am besten planst du den Ausflug an einem Wochentag ein. So bleibt mehr Raum für entspannte Spaziergänge durch die älteren Viertel und entlang der Kanäle.
Praktische Tipps für deinen Besuch
Shanghai lässt sich dank eines gut ausgebauten Metronetzes einfach erkunden. Für einen reibungslosen Aufenthalt helfen etwas Vorbereitung bei Bezahlung, Navigation und Tagesplanung. So sparst du Zeit und kannst dich stärker auf die Sehenswürdigkeiten konzentrieren.
- Fortbewegung: Die Metro ist schnell, günstig und für Besucher meist die beste Wahl.
- Beste Reisezeit: Frühling und Herbst sind oft am angenehmsten.
- Besuchszeiten: Bekannte Highlights möglichst früh am Tag oder unter der Woche besuchen.
- Aussichtspunkte: Wetter checken, damit der Blick nicht komplett in den Wolken verschwindet.
- Planung: Sehenswürdigkeiten nach Vierteln bündeln, statt ständig quer durch die Stadt zu fahren.
Und wenn du Shanghai nicht nur sehen, sondern gemeinsam mit anderen erleben möchtest, lohnt es sich, die Gruppenreisen von WeRoad nach China zu entdecken.
FAQ
- Wann ist die beste Reisezeit für Shanghai?
-
Die angenehmsten Monate sind meist Frühling und Herbst. Dann sind die Temperaturen milder und Stadtspaziergänge deutlich entspannter als im heißen, feuchten Sommer.
- Lohnt sich der Shanghai Tower wirklich?
-
Ja, besonders beim ersten Besuch. Die Aussicht ist spektakulär und vermittelt ein gutes Gefühl für Größe, Dichte und Struktur der Stadt. Voraussetzung ist allerdings halbwegs klares Wetter.
- Kann man Shanghai gut auf eigene Faust erkunden?
-
Ja. Mit der Metro, einer guten Karten-App und etwas Vorbereitung lassen sich die wichtigsten Viertel und Sehenswürdigkeiten problemlos individuell besuchen.
- Ist Zhujiajiao ein guter Tagesausflug?
-
Ja, wenn du neben der modernen Metropole auch eine traditionellere Seite der Region sehen möchtest. Die Wasserstadt eignet sich besonders als ruhiger Gegenpol zu Pudong und dem Bund.
- Welche Gegend eignet sich am besten zum Übernachten?
-
Praktisch sind Unterkünfte nahe dem Bund, der Nanjing Road, People’s Square oder in Teilen der French Concession. So bist du gut angebunden und schnell bei mehreren Highlights.