Kurz & knapp
- Die Route 66 führt durch acht Bundesstaaten und verbindet historische Orte, skurrile Roadside-Attraktionen, Diners, Motels und ikonische Landschaften zu einem der legendärsten Roadtrips der Welt.
- Besonders lohnende Stopps sind je nach Bundesstaat sehr unterschiedlich: Illinois punktet mit dem offiziellen Start in Chicago, Texas mit der Cadillac Ranch, New Mexico mit Neon-Motels und Arizona mit dem vielleicht authentischsten Route-66-Gefühl.
- Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten zählen das Begin-Schild in Chicago, der Gateway Arch in St. Louis, der Blue Whale of Catoosa, das Midpoint Café in Adrian, das Blue Swallow Motel in Tucumcari, der Hackberry General Store und das Endschild am Santa Monica Pier.
- Für eine gute Route-66-Reise sind 14 bis 21 Tage ideal, damit neben den Hauptstopps auch Zeit für kleine Orte, Fotospots, Museumsbesuche und spontane Zwischenhalte bleibt.
- Die Route 66 ist heute vor allem wegen ihres besonderen Gefühls so faszinierend: Sie steht für Freiheit, Americana, Popkultur und die Freude daran, unterwegs auch das Schräge, Alte und wunderbar Unperfekte zu feiern.
Die Route 66 ist keine normale Straße, sondern ein Roadtrip-Mythos auf Asphalt. Zwischen Chicago und Santa Monica warten Retro-Diners, skurrile Kunst, Wüstenpanoramen und kleine Orte mit großer Geschichte. Wenn du die schönsten Sehenswürdigkeiten entlang der Route 66 entdecken möchtest, lohnt es sich, die Highlights nach Bundesstaaten zu erkunden. So kannst du deine Stopps besser planen und verpasst weder die berühmten Klassiker noch versteckte Geheimtipps.
Die legendäre „Mother Road“ führt durch acht US-Bundesstaaten und verbindet Großstadtflair mit echtem Wildwestgefühl. Mal wartet ein berühmtes Schild, mal ein quietschbuntes Diner, mal ein Ort, an dem die Zeit offenbar in den 1950ern beschlossen hat, einfach sitzenzubleiben. Genau das macht den Reiz aus: Die Route 66 ist nie nur ein Ziel, sondern immer auch eine Sammlung herrlich schräger Zwischenstopps.
Warum die Route 66 bis heute so besonders ist
Die Route 66 ist besonders, weil sie amerikanische Geschichte, Popkultur und Freiheit auf einzigartige Weise verbindet. Sie war einst eine der wichtigsten Ost-West-Verbindungen der USA und ist heute vor allem eine nostalgische Reise durch Motels, Diners, Neonlichter, Wüstenlandschaften und kleine Städte mit großem Charakter.
Offiziell existiert die ursprüngliche Route 66 seit 1985 nicht mehr als durchgehender Highway. Trotzdem lebt sie weiter – auf historischen Streckenabschnitten, in Museen, auf Straßenschildern und natürlich in unzähligen Roadtrip-Träumen. Hier fährt man nicht einfach von A nach B, sondern von „Oh wow!“ zu „Warte, hier müssen wir auch noch anhalten!“.
- Länge: rund 3.940 Kilometer
- Bundesstaaten: Illinois, Missouri, Kansas, Oklahoma, Texas, New Mexico, Arizona, Kalifornien
- Typische Highlights: Diners, Motels, Kunstinstallationen, historische Tankstellen, Naturwunder
- Ideale Richtung: klassisch von Ost nach West, also von Chicago nach Santa Monica

Die besten Sehenswürdigkeiten der Route 66 im Überblick
Die spannendsten Stopps der Route 66 verteilen sich über alle acht Bundesstaaten. Besonders lohnend sind eine Mischung aus ikonischen Fotospots, historischen Orten und landschaftlichen Abstechern. Wer die Reise gut plant, kombiniert große Klassiker mit kleinen, oft viel charmanteren Überraschungen am Straßenrand.
| Bundesstaat | Bekannte Stopps | Charakter |
|---|---|---|
| Illinois | Chicago Startschild, Pontiac, Springfield | historischer Auftakt, urban und nostalgisch |
| Missouri | St. Louis, Meramec Caverns, Devil’s Elbow | Brücken, Höhlen, klassische Roadtrip-Stimmung |
| Kansas | Galena, Riverton | kurz, aber kultig |
| Oklahoma | Blue Whale, Pops 66, Tulsa | skurril, bunt und typisch Route 66 |
| Texas | Cadillac Ranch, Amarillo, Midpoint Café | ikonisch, weit und fotogen |
| New Mexico | Tucumcari, Blue Hole, Albuquerque | Retro-Motels, Wüste, Neon |
| Arizona | Seligman, Hackberry, Oatman, Grand Canyon | das Herzstück der Nostalgie |
| Kalifornien | Amboy, Bottle Tree Ranch, Santa Monica Pier | Wüste trifft Pazifik-Finale |
Illinois: der historische Start in Chicago
Illinois ist der klassische Startpunkt der Route 66 und bietet einen stimmungsvollen Einstieg in die Reise. Zwischen Großstadt und Kleinstädten findest du hier erste historische Tankstellen, Museen und Diners. Für viele beginnt genau hier das Gefühl, wirklich auf der berühmtesten Straße Amerikas unterwegs zu sein.
Chicago und das Begin-Schild
Das offizielle Route-66-Startschild in Chicago ist der symbolische Auftakt schlechthin. Ein Foto dort gehört fast schon zur inoffiziellen Führerscheinprüfung für Route-66-Fans. Danach kannst du dich mit Deep-Dish-Pizza stärken – schließlich braucht große Nostalgie eine stabile Käsebasis.
Pontiac und Springfield
Pontiac ist bekannt für das Route 66 Museum und mehrere farbenfrohe Murals. In Springfield warten Geschichte, Abraham Lincoln und der berühmte Cozy Dog Drive-In, wo der Corn Dog Kultstatus hat. Ja, das ist genau die Art kulinarischer Entscheidung, die auf Roadtrips plötzlich völlig vernünftig wirkt.
Missouri: Bögen, Höhlen und alte Brücken
Missouri verbindet städtische Wahrzeichen mit authentischen Route-66-Orten. Hier lohnt sich die Mischung aus bekannten Sehenswürdigkeiten und ruhigeren Stopps. Vor allem für Reisende, die historische Streckenabschnitte, Natur und entspannte Zwischenhalte mögen, ist Missouri ein sehr abwechslungsreicher Teil der Route.
St. Louis und der Gateway Arch
Der Gateway Arch in St. Louis ist zwar kein klassischer Roadside-Stopp, aber ein starkes Symbol für den Aufbruch nach Westen. Genau deshalb passt er perfekt zur Route 66. Groß, glänzend, imposant – ein bisschen so, als hätte jemand gesagt: „Lasst uns ein Monument bauen, das man wirklich nicht übersehen kann.“
Meramec Caverns und Devil’s Elbow
Die Meramec Caverns sind ein beliebter Stopp für alle, die ein bisschen Abkühlung und Legenden rund um Jesse James mögen. Devil’s Elbow dagegen ist leiser, ursprünglicher und für viele einer der schönsten unaufgeregten Abschnitte der Route. Perfekt zum Durchatmen, Staunen und kurz so tun, als wäre man in einem Motorrad-Werbespot.
Kansas und Oklahoma: kurz, kultig und wunderbar schräg
Kansas ist zwar der kürzeste Abschnitt der Route 66, aber keineswegs unwichtig. Zusammen mit Oklahoma liefert dieser Teil einige der charmantesten und skurrilsten Sehenswürdigkeiten der ganzen Strecke. Wer Route 66 wirklich erleben will, sollte diese Stopps nicht einfach durchwinken.
Galena und Cars on the Route
In Galena ist Cars on the Route der Star. Der Ort gilt als Inspiration für Figuren aus dem Film „Cars“ und ist ein Muss für Fans des Pixar-Kosmos. Selbst wer ohne Kinder reist, grinst hier plötzlich so breit wie jemand, der gerade gratis Pie bekommen hat.
Blue Whale of Catoosa und Pops 66
Der Blue Whale of Catoosa ist eine der bekanntesten Roadside-Attraktionen der Route 66: riesig, blau und herrlich absurd. Pops 66 in Arcadia setzt dagegen auf moderne Retro-Optik und Hunderte Sorten Soda. Wer dort nichts findet, trinkt wahrscheinlich sonst nur Leitungswasser aus Prinzip.

Texas: Midpoint, Cadillac Ranch und ganz viel Himmel
Texas zeigt die Route 66 von ihrer weiten, ikonischen Seite. Hier liegen einige der bekanntesten Fotostopps der gesamten Strecke. Die Landschaft wird offener, die Orte wirken rauer und genau das verstärkt das Gefühl, auf einem echten amerikanischen Roadtrip unterwegs zu sein.
Amarillo und Cadillac Ranch
Die Cadillac Ranch bei Amarillo gehört zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten entlang der Route. Zehn halb eingegrabene Cadillacs stehen schräg im Boden und dürfen mit Graffiti besprüht werden. Ein Kunstwerk, das gleichzeitig Installation, Fotospot und Farbschlacht ist – also im Grunde sehr effizient.
Midpoint Café in Adrian
Das Midpoint Café in Adrian markiert den exakten Mittelpunkt der historischen Route 66. Von hier sind es jeweils 1.139 Meilen bis Chicago und Santa Monica. Ein schöner Moment, um kurz innezuhalten, Kaffee zu trinken und sehr bedeutungsvoll in die Ferne zu schauen.
New Mexico: Neon, Nostalgie und Wüstengefühl
New Mexico bietet lange historische Abschnitte, klassische Motels und eine Atmosphäre, die stark vom alten Amerika geprägt ist. Zwischen Neonreklame, klarer Wüstenluft und kleinen Städten mit großer Route-66-Seele gehört dieser Bundesstaat zu den emotionalsten Etappen der Reise.
Tucumcari und das Blue Swallow Motel
Tucumcari ist berühmt für seine Vintage-Motels und Neonlichter. Das Blue Swallow Motel ist dabei die Ikone schlechthin. Wer hier übernachtet, bekommt nicht nur ein Bett, sondern praktisch ein kleines Zeitreise-Ticket dazu – ohne unbequeme Nebenwirkungen wie 50er-Jahre-Telefonrechnungen.
Santa Rosa und Albuquerque
In Santa Rosa ist das Blue Hole ein überraschend intensiver Blauton mitten im trockenen Umfeld – perfekt für eine Pause oder sogar einen Sprung ins Wasser. Albuquerque ergänzt die Route mit Diners, alten Schildern und urbanem Wüstencharme.
Arizona: der vielleicht schönste Abschnitt der Route 66
Arizona gilt für viele als das Herz der historischen Route 66. Hier sind besonders viele klassische Orte, Diners, alte Shops und gut erhaltene Straßenabschnitte zu finden. Wenn du nur einen Teil besonders intensiv erleben willst, ist Arizona meistens die beste Wahl.
Seligman, Hackberry und Kingman
Seligman ist pure Route-66-Nostalgie: schräge Dekoration, Diners, alte Autos, Neon und jede Menge Charme. Der Hackberry General Store gehört zu den beliebtesten Fotospots überhaupt. Und Kingman ist ideal als Zwischenstopp mit guter Infrastruktur und historischem Flair.
Oatman und Grand Canyon als Abstecher
Oatman ist eine ehemalige Goldgräberstadt mit frei herumlaufenden Eseln und Wildwestkulisse. Ja, wirklich. Und genau deshalb bleibt der Ort im Kopf. Wenn du mehr Zeit hast, lohnt sich auch der Abstecher zum Grand Canyon, der zwar nicht direkt auf der Route liegt, aber nur schwer zu ignorieren ist.
Kalifornien: Wüste, Kultstopps und das Finale am Meer
Kalifornien bildet den stimmungsvollen Schlusspunkt der Route 66. Vor dem Ziel am Pazifik warten noch einmal ikonische Wüstenorte, bizarre Kunst und legendäre Schilder. Diese letzte Etappe fühlt sich oft an wie das große Finale eines Films – nur mit mehr Snacks auf dem Beifahrersitz.
Amboy und Elmer’s Bottle Tree Ranch
Amboy mit dem berühmten Roy’s Motel & Café ist einer dieser Orte, die aussehen, als hätten sie direkt auf den Sonnenuntergang gewartet. Die Elmer’s Bottle Tree Ranch bei Oro Grande ist dagegen Kunst, Wüste und skurrile Fantasie in einem – absolut fotogen und alles andere als langweilig.
Santa Monica Pier
Der Santa Monica Pier ist das emotionale Ende der Route 66. Hier wartet das bekannte „End of the Trail“-Schild, der Pazifik und das Gefühl, wirklich etwas erlebt zu haben. Spätestens hier darf man ein bisschen pathetisch werden. Man hat es sich ehrlich erfahren.

Wie viele Tage braucht man für die Route 66?
Für die Route 66 sind etwa 14 bis 21 Tage ideal, wenn du nicht nur fahren, sondern auch wirklich etwas sehen möchtest. Kürzer geht zwar, aber dann wird der Roadtrip schnell zu einer Art Langstrecken-Disziplin mit gelegentlichem Schild-Fotografieren statt entspanntem Erleben.
Eine grobe Orientierung:
- 10 bis 12 Tage: nur die wichtigsten Highlights, wenig Spielraum
- 14 bis 16 Tage: gute klassische Route mit ausgewählten Stopps
- 18 bis 21 Tage: entspanntes Reisen mit Abstechern und Übernachtungen an Kultorten
Wenn du Städte wie Chicago, Tulsa, Albuquerque oder Los Angeles intensiver erleben willst, plane lieber mehr Zeit ein. Die Route 66 ist keine Strecke, die man „abarbeitet“. Sie ist eher wie ein riesiges Buffet – und niemand will beim Dessert hetzen.
Welche Städte auf der Route 66 sollte man gesehen haben?
Die wichtigsten Städte auf der Route 66 sind Chicago, St. Louis, Tulsa, Oklahoma City, Amarillo, Albuquerque, Flagstaff und Santa Monica beziehungsweise Los Angeles. Sie verbinden Kultur, Geschichte und praktische Zwischenstopps und geben dem Roadtrip eine gute Mischung aus urbanen Erlebnissen und klassischer Strecke.
- Chicago: offizieller Start und Großstadtauftakt
- St. Louis: Gateway Arch und Mississippi-Flair
- Tulsa: starker Route-66-Bezug und Art-déco-Atmosphäre
- Amarillo: Cadillac Ranch und Texas-Feeling
- Albuquerque: Retro-Diners und New-Mexico-Charme
- Flagstaff: guter Ausgangspunkt für Arizona-Highlights
- Santa Monica: legendäres Ende am Pazifik
Praktische Tipps für deinen Route-66-Roadtrip
Eine gute Planung macht die Route 66 deutlich entspannter. Besonders wichtig sind realistische Tagesetappen, frühe Hotelbuchungen in beliebten Orten und genug Zeit für spontane Stopps. Denn gerade die ungeplanten Entdeckungen machen den Reiz der Strecke aus.
- Mietwagen: SUV oder normales Auto reicht meist völlig aus
- Navi: historische Route zusätzlich offline speichern, da die Strecke nicht immer eindeutig ist
- Beste Reisezeit: Frühling und Herbst sind ideal
- Budget: stark variabel, aber Motels und Diners können überraschend fair sein
- Abstecher: Grand Canyon, Monument Valley oder Las Vegas nur einplanen, wenn du genug Zeit hast
Und ganz wichtig: Nicht jeder Stopp muss „berühmt“ sein. Manchmal ist die beste Erinnerung eben keine Weltattraktion, sondern ein schiefes Neon-Motel, ein perfekter Milkshake oder ein Laden, in dem seit 40 Jahren dieselbe Musik läuft und niemand das problematisch findet.
Wenn du dieses Abenteuer nicht allein planen willst, dann entdecke auch die Gruppenreisen von WeRoad auf der Route 66 und erlebe legendäre Roadtrip-Momente gemeinsam mit anderen Reisefans.
FAQ
- Ist die Route 66 heute noch komplett befahrbar?
-
Nein, nicht als durchgehende Originalstraße. Viele Abschnitte wurden durch Interstates ersetzt, aber zahlreiche historische Teilstücke sind weiterhin erhalten und gut befahrbar.
- In welche Richtung fährt man die Route 66 am besten?
-
Die klassische Richtung ist von Osten nach Westen, also von Chicago nach Santa Monica. So endet der Roadtrip besonders stimmungsvoll am Pazifik.
- Welcher Bundesstaat ist am schönsten auf der Route 66?
-
Viele Reisende finden Arizona am schönsten, weil dort besonders viele gut erhaltene historische Abschnitte, Diners und ikonische Fotospots aufeinandertreffen.
- Kann man die Route 66 auch in zwei Wochen schaffen?
-
Ja, das ist gut machbar. Du solltest dann aber Prioritäten setzen und nicht jeden möglichen Abstecher einplanen, damit der Trip nicht zu stressig wird.
- Lohnt sich die Route 66 auch heute noch?
-
Ja, absolut. Gerade weil sie nicht mehr perfekt und durchgehend modern ist, wirkt sie authentisch, nostalgisch und charaktervoll – genau das macht ihren Reiz aus.