Kurz & knapp
- Die Route 66 verläuft von Chicago bis Santa Monica und führt durch acht Bundesstaaten. Sie ist heute nicht mehr durchgehend offizieller Highway, aber in vielen Bereichen als Historic Route 66 erhalten und weiterhin sehr gut als Roadtrip planbar.
- Für die komplette Reise sind 14 bis 21 Tage am sinnvollsten. Wer weniger Zeit hat, kann die Route auch in 10 bis 12 Tagen fahren, muss dann aber mit langen Fahrtagen und deutlich weniger Stopps rechnen. Besonders entspannt wird die Reise mit zwei bis drei Wochen.
- Eine gute Streckenaufteilung umfasst etwa 10 bis 12 Etappen, darunter klassische Stopps wie Chicago, St. Louis, Tulsa, Oklahoma City, Amarillo, Albuquerque, Holbrook, Flagstaff, Kingman und Santa Monica. Diese Struktur hält Tagesdistanzen machbar und lässt Zeit für Sehenswürdigkeiten.
- Als schönste Abschnitte gelten vor allem Arizona und New Mexico, weil dort historische Teilstücke, Wüstenlandschaften, berühmte Orte wie Seligman, Oatman und Kingman sowie besonders viel Route-66-Atmosphäre zusammenkommen.
- Für eine gelungene Planung zählen vor allem realistische Tagesetappen, passende Reisezeit im Frühling oder Herbst, früh gebuchte Motels an beliebten Stopps und etwas Flexibilität. Die Route lebt nicht nur vom Fahren, sondern von kleinen Entdeckungen am Straßenrand.
Die Route 66 ist kein normaler Roadtrip, sondern ein kleines Stück Popkultur auf vier Rädern. Zwischen Neon-Schildern, Diners, Wüstenabschnitten und ikonischen Kleinstädten fühlt sich selbst ein kurzer Stopp oft nach Filmszene an. Wer eine Route 66 Reiseroute plant, steht aber schnell vor der großen Frage: komplett fahren oder lieber die schönsten Abschnitte auswählen?
Genau darum geht es hier. Du bekommst einen klaren Überblick über die wichtigsten Etappen, die ideale Reisedauer, sinnvolle Stopps und eine realistische Planung. Denn ja, die Mother Road ist legendär – aber sie belohnt vor allem die, die nicht einfach blind dem Navi hinterherfahren wie einem übermotivierten Toaster.
Wo die Route 66 beginnt und endet
Die historische Route 66 beginnt in Chicago, Illinois, und endet an der Pazifikküste in Santa Monica, Kalifornien. Dazwischen liegen rund 3.900 bis 4.000 Kilometer, verteilt auf acht Bundesstaaten. Heute ist die Strecke nicht mehr durchgehend als offizieller Highway ausgeschildert, aber viele Abschnitte sind als Historic Route 66 erhalten.
Die acht Bundesstaaten entlang der klassischen Strecke sind:
- Illinois
- Missouri
- Kansas
- Oklahoma
- Texas
- New Mexico
- Arizona
- Kalifornien
Die klassische Fahrtrichtung ist von Ost nach West. Das ist nicht nur historisch passend, sondern auch dramaturgisch ziemlich clever: Du startest urban in Chicago und arbeitest dich langsam in Richtung Wüste, Nationalpark-Feeling und Pazifik vor. Quasi Roadtrip-Kino mit sehr langem Vorspann und sehr gutem Finale.
Wie viele Tage man für die Route 66 einplanen sollte
Für die komplette Route 66 sind 14 bis 21 Tage ideal. Wer nur fährt und wenig anhält, kann sie theoretisch in etwa 10 bis 12 Tagen schaffen. Wirklich angenehm wird die Reise aber erst, wenn genug Zeit für Abstecher, Fotostopps und spontane Entdeckungen bleibt.
Als grobe Orientierung:
- 10–12 Tage: sportlich, viele lange Fahrtage, nur Highlights
- 14 Tage: guter Kompromiss für klassische Roadtrips
- 16–21 Tage: entspannt, mit mehreren Zwischenstopps und Umwegen
Wenn du die Route 66 nicht als Kilometer-Challenge, sondern als Erlebnisreise sehen willst, sind zwei bis drei Wochen die beste Wahl. Sonst endet der Trip schnell in einer seltsamen Mischung aus Motel, Fast Food und dem Satz: „Warte, wo genau waren wir gestern eigentlich?“
Empfohlene Etappen der Route 66
Eine sinnvolle Einteilung besteht aus 10 bis 14 Etappen. So bleiben die Fahrtage realistisch, und du hast genug Raum für Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke. Die folgende Route orientiert sich an einer gut planbaren Variante mit klassischen Stopps und ausgewogenen Distanzen.
Etappe 1: Chicago nach Springfield, Illinois
Diese erste Etappe ist ideal, um langsam in den Roadtrip hineinzufinden. Du verlässt die Großstadt, fährst durch typisch amerikanische Kleinstädte und siehst erste historische Tankstellen, Diners und Route-66-Schilder. Perfekt, um den Rhythmus der Reise aufzunehmen.
Highlights unterwegs sind Joliet, Pontiac und das Abraham-Lincoln-Erbe in Springfield. Illinois wirkt oft unterschätzt, ist aber ein starker Einstieg mit viel Nostalgie und wenig Show.
Etappe 2: Springfield nach St. Louis
Die Strecke ist kurz und gut machbar, was Zeit für Besichtigungen lässt. St. Louis ist eine der markantesten Städte entlang der historischen Route und ein sinnvoller Stopp, bevor es weiter in den Mittleren Westen geht.
Hier lohnt sich vor allem der Gateway Arch. Außerdem ist die Chain of Rocks Bridge ein ikonischer Route-66-Spot. Klein, geschichtsträchtig und sehr fotogen – also genau die Art Ort, bei der man plötzlich 47 fast identische Bilder auf dem Handy hat.
Etappe 3: St. Louis nach Springfield, Missouri
Diese Etappe verbindet Geschichte mit klassischer Americana. Missouri bietet Höhlen, alte Straßenzüge und eine ganze Reihe typischer Kleinstadtstopps, die den Charakter der Route 66 gut zeigen.
Empfehlenswert sind Zwischenstopps in Cuba, Rolla und bei den Meramec Caverns. Springfield in Missouri gilt für viele als einer der Geburtsorte der Route 66-Idee.
Etappe 4: Springfield nach Tulsa
Ab hier wird die Route etwas weiter und offener. Die Etappe führt durch den kurzen Kansas-Abschnitt und weiter nach Oklahoma. Der Streckencharakter verändert sich spürbar, und genau das macht den Reiz aus.
Spannend sind Joplin, Galena in Kansas und schließlich Tulsa. Tulsa verbindet Route-66-Nostalgie mit Art-déco-Architektur und einer überraschend lebendigen Stadtszene.
Etappe 5: Tulsa nach Oklahoma City
Die Distanz ist moderat, dadurch bleibt Zeit für viele klassische Roadside Attractions. Oklahoma gehört zu den Bundesstaaten mit besonders vielen erhaltenen Route-66-Kilometern und eignet sich hervorragend für entspannte Fahrtage.
Unterwegs lohnen sich Catoosa mit dem Blue Whale, Arcadia und mehrere historische Tankstellen und Diners. Diese Etappe ist kurz, aber charmant – wie ein guter Roadtrip-Snack, nur mit mehr Neon.
Etappe 6: Oklahoma City nach Amarillo
Diese Strecke ist länger, aber sie markiert den Übergang Richtung Texas. Das Landschaftsbild wird weiter, gerader und typisch amerikanisch. Genau hier beginnt für viele das Gefühl von „Jetzt sind wir wirklich auf der großen Straße“.
Amarillo ist bekannt für die Cadillac Ranch und deftiges Texan-Feeling. Wer möchte, kann unterwegs in Shamrock oder Elk City stoppen.
Etappe 7: Amarillo nach Santa Fe oder Albuquerque
Diese Etappe führt nach New Mexico und bringt einen deutlichen Wechsel im Landschafts- und Kulturgefühl. Die Route wirkt hier trockener, farbiger und im besten Sinn filmreif. Viele Reisende entscheiden sich zwischen Santa Fe und Albuquerque als Übernachtungsort.
Santa Fe ist atmosphärischer und kulturell spannend, liegt aber leicht abseits der Originalroute. Albuquerque ist praktischer für die Streckenlogik. Beides funktioniert gut.
Etappe 8: Albuquerque nach Holbrook
Jetzt kommt langsam der Südwesten in Hochform. Die Etappe bietet Wüstenlandschaft, historische Motels und den typischen Route-66-Mix aus Leere und kuriosen Zwischenstopps.
Zu den Highlights zählen Gallup und später Holbrook mit dem berühmten Wigwam Motel. Wer schon immer mal in einem Tipi-artigen Motel schlafen wollte: bitte, jetzt ist der Moment.
Etappe 9: Holbrook nach Flagstaff oder Williams
Diese Etappe ist vergleichsweise kurz und ideal für zusätzliche Zeit am Grand Canyon. Gerade deshalb gehört sie zu den schönsten und flexibelsten Abschnitten der Route.
Unterwegs liegen Winslow und die Weite Arizonas. Williams ist besonders praktisch für den Grand Canyon, Flagstaff bietet mehr urbane Infrastruktur.
Etappe 10: Flagstaff/Williams nach Kingman
Diese Strecke zählt zu den beliebtesten Route-66-Abschnitten überhaupt. Historische Orte, gute Beschilderung und viel Nostalgie machen sie besonders attraktiv für alle, die den Mythos wirklich spüren wollen.
Seligman ist hier der Star, dazu kommen Hackberry und Kingman. Wenn du nur einen Abschnitt auswählen willst, ist Arizona oft die sicherste Bank.
Etappe 11: Kingman nach Barstow
Diese Etappe führt über raue, spektakuläre Abschnitte Richtung Kalifornien. Besonders der Weg über Oatman ist landschaftlich reizvoll und deutlich kurviger als viele andere Teile der Route.
Oatman ist berühmt für frei herumlaufende Esel. Ja, echte Esel. Mitten im Ort. Die Route 66 hat eben beschlossen, dass Normalität überschätzt wird.
Etappe 12: Barstow nach Santa Monica
Die letzte Etappe verbindet Wüste mit Großstadt und endet am Meer. Genau dieser Kontrast macht das Finale der Route 66 so stark. Nach Tagen voller Roadhouses und Motels ist die Ankunft am Pazifik ein echter Schlusspunkt.
Je nach Zeit lohnen sich Stopps in San Bernardino, Pasadena und schließlich Santa Monica Pier. Dort endet die Reise traditionell mit dem berühmten Route-66-Schild.
Welche Strecke der Route 66 besonders schön ist
Als landschaftlich und atmosphärisch besonders schön gelten meist die Abschnitte in Arizona und New Mexico. Hier treffen historische Orte, Wüstenlandschaften und gut erhaltene Route-66-Segmente aufeinander. Wer nur einen Teil fahren möchte, findet dort den wohl intensivsten Mix aus Nostalgie und Natur.
| Abschnitt | Warum er beliebt ist | Ideal für |
|---|---|---|
| Illinois | Historischer Einstieg, klassische Kleinstädte, erste Route-66-Atmosphäre | Einsteiger, Kurztrips ab Chicago |
| Oklahoma | Viele erhaltene Meilen, Roadside Attractions, entspannte Etappen | Nostalgie-Fans |
| New Mexico | Wüstenlandschaft, Kulturmix, historische Motels | Fotografie, Kultur, Südwesten |
| Arizona | Seligman, Kingman, Oatman, besonders ikonische Historic-Route-Abschnitte | Alle, die den Mythos Route 66 suchen |
| Kalifornien | Wüste plus Finale am Pazifik | Reisende mit Fokus auf das große Ende |
Wenn du also nach dem „schönsten“ Teil suchst, starte in Albuquerque oder Flagstaff und fahre bis Santa Monica. Das ist kurz genug für eine kompaktere Reise und intensiv genug, um den Route-66-Zauber voll mitzunehmen.
Praktische Tipps für die Planung
Eine gute Planung macht die Route 66 deutlich entspannter. Wichtig sind realistische Tagesetappen, früh gebuchte Unterkünfte in beliebten Orten und etwas Flexibilität für spontane Stopps. Die Strecke lebt davon, dass nicht alles auf die Minute durchorganisiert ist.
- Mietwagen: klassischer PKW reicht völlig, Cabrio oder SUV machen den Trip noch stimmungsvoller
- Navigation: zusätzlich zu Google Maps lohnt sich eine spezielle Route-66-Karte oder App
- Unterkünfte: historische Motels früh buchen, vor allem in Seligman, Williams oder Santa Fe
- Reisezeit: Frühling und Herbst sind meist ideal, der Hochsommer kann in Wüstenregionen extrem heiß werden
- Budget: Kosten variieren stark, aber Benzin, Motels und Verpflegung sind planbar, wenn die Route vorher grob steht
Wichtig ist auch, nicht nur nach Kilometern zu planen. Die Route 66 ist kein Autobahnprojekt, sondern ein Sammelalbum aus Schildern, Tankstellen, Skurrilitäten und Geschichten. Wer zu knapp kalkuliert, fährt an genau dem vorbei, weshalb man eigentlich losgefahren ist.
Fazit zur idealen Route-66-Reiseroute
Die beste Route-66-Reiseroute ist die, die zu deiner verfügbaren Zeit passt. Für die ganze Strecke sind zwei bis drei Wochen ideal, für einen Teilabschnitt empfehlen sich Arizona und New Mexico. Wichtig ist weniger Vollständigkeit als ein gutes Reisetempo mit Raum für echte Erlebnisse.
Ob komplett von Chicago bis Santa Monica oder nur in ausgewählten Etappen: Die Route 66 funktioniert am besten, wenn du ihr Zeit gibst. Zeit für ein Diner, das aussieht wie 1958. Zeit für einen Umweg, der eigentlich keiner ist. Und Zeit für dieses wunderbare Gefühl, dass der nächste coole Stopp vielleicht einfach hinter der nächsten Kurve wartet.
Wenn du die Route 66 nicht allein, sondern mit einer gut organisierten Gruppe erleben willst, solltest du auch die WeRoad Gruppenreisen auf der Route 66 entdecken.
FAQ
- Ist die Route 66 heute noch komplett befahrbar?
-
Nicht als durchgehend offizieller Highway. Viele Originalabschnitte existieren aber noch und sind als Historic Route 66 ausgeschildert. Dazwischen nutzt man oft Interstates oder Parallelstraßen.
- In welcher Richtung sollte man die Route 66 fahren?
-
Die klassische Richtung ist von Chicago nach Santa Monica, also von Ost nach West. Das entspricht der historischen Reiserichtung und sorgt für ein besonders stimmiges Finale am Pazifik.
- Kann man die Route 66 auch nur abschnittsweise fahren?
-
Ja, absolut. Besonders beliebt sind Teilstücke in Arizona, New Mexico und Kalifornien. Diese eignen sich gut, wenn du weniger Zeit hast, aber trotzdem viel Route-66-Flair erleben möchtest.
- Welche Reisezeit eignet sich am besten?
-
Am angenehmsten sind Frühling und Herbst. Im Sommer können vor allem Texas, Arizona und Kalifornien sehr heiß werden, während manche höher gelegenen Orte im Winter kühler sind.
- Lohnt sich die komplette Route 66 oder reicht ein kurzer Abschnitt?
-
Beides kann sich lohnen. Die komplette Strecke ist ein ikonisches Gesamt-Erlebnis, während ein gut gewählter Abschnitt – etwa zwischen Albuquerque und Santa Monica – oft schon den charakteristischsten Teil der Route zeigt.